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Monographie: Komplexe sprachliche Strukturen in der Jugendliteratur

Aufgezeigt an Beispielen preisgekrönter Werke der Jugendjury des Deutschen Jugendliteraturpreises

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Das Buch untersucht die sprachliche Komplexität preisgekrönter Kinder- und Jugendliteratur. Diese weist sprachlich komplexe Formen auf, wie sie früher nur in Werken der Erwachsenenliteratur zu finden waren. Damit die Heranwachsenden die für sie bestimmten Schriften gewinnbringend nutzen können, müssen sie also über eine literarische Bildung auf hohem Niveau verfügen. In der Bildungspolitik vorhandene Tendenzen zur Vereinfachung von Sprache werden vor diesem Hintergrund kritisch beleuchtet.

Erschienen bei Peter Lang Edition, Frankfurt am Main, 2016, Reihe ZOOM, 132 Seiten.

Erhältlich als Buch // PDF // E-book(EPUB)  ISBN: 9783631675380  DOI: http://dx.doi.org/10.3726/978-3-653-06963-1

Monographie:
Vielfalt der sprachlichen Bildung

Handlungsorientierte und erfahrungsoffene Wege zur Sprachkultur

Peter Lang Verlag,  Frankfurt am Main, Berlin, …. 2013. 225 S.
Print:    ISBN 978-3-631-62983-3 geb. (Hardcover)
Deutschland: € 42.00
Online bestellen: www.peterlang.com

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Beitrag in Fachzeitschrift:
Kann die Förderung der auditiven Wahrnehmung in Bezug auf die Schriftsprachaneignung obsolet sein?

Praxis Sprache, Fachzeitschrift für Sprachheilpädagogik. Sprachtherapie und Sprachförderung (dgs). 58, 3,2ß13, 197

Die auditive Wahrnehmungsförderung ist noch kein Garant für eine problemlose Aneignung der deutschen Schriftsprache, denn eine isolierte Förderung der auditiven Wahrnehmung reicht nicht aus, damit sich Kinder die komplexen Strukturen der deutschen Schriftsprache aneignen können.

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Beitrag in Sammelwerk:
Diagnostik bei Mehrsprachigkeit als Prozess

Zellerhoff, R, (2011 b) Diagnostik bei Mehrsprachigkeit als Prozess. In: Bräu, K., Carle, U.  Kunze, I. (Hrsg):: Differenzierung, Integration, Inklusion. Was Können wir vom Umgang mit Heterogenität an Kindergärten und Schulen in Südtirol lernen? Baltmannsweiler: Schneider Verlag Hohengehren, ISBN: 978-3-8340-0882-4

(gekürzte, aktualisierte Fassung des Aufsatzes 2010 b)

Rezension zu:
Kracht, A.: Pädagogische Professionalität

Kracht, A.: Pädagogische Professionalität in der Sprachförderung und der Sprachtherapie. Eine professionalitätstheoretische Analyse im Kontext der Sprachbehindertenpädagogik. Shaker Verlag GmbH, Aachen, 2010, ISBN: 978-3-8322-9359-8

In: mitSprache, Fachzeitschrift für Sprachheilpädagogik (ÖGS), 1, 2012, 77-82

Rezension zu:
Üensal, F.: Laute üben:Türkisch – Deutsch

Ünsal, F. (2007): Laute üben: Türkisch – Deutsch, Schubi-Lernmedien AG: Schaffhausen, ISBN: 978-3-86723-028-5, 164 Seiten, mit CD-Rom, 39,90 Euro

in: dgs: Praxis Sprache, 58. Jahrg. 1, 2013, 65

Rezension zu:
LiSe-DaZ. Linguistische Sprachstandserhebung – Deutsch als Zweitsprache.

Schulz. P. & Tracy. R. (2011): LiSe-DaZ. Linguistische Sprachstandserhebung – Deutsch als Zweitsprache.

in: L.O.G.O.S INTERDISZIPLINÄR, 20. März 2012, 68-69

Rezension zu:
Didaktik für eine gelebte Mehrsprachigkeit.

Cichon, Peter & Cichon, Ludmilla (Hrsg.) (2009):  Didaktik für eine gelebte Mehrsprachigkeit.  Wien: Praesens, 2009. ISBN 978-3706905756. 140 Seiten, 21,30 Euro. Rezension 2011

in: Zeitschrift für interkulturellen Fremdsprachenunterricht, 16 (2011) 1, 80-83 (online; Zeitschriftenaufsatz)

Rezension zu:
Förderung von Mehrsprachigkeit und Lernkompetenz.

Bär, Marcus (2009): Förderung von Mehrsprachigkeit und Lernkompetenz. Fallstudien zu Interkomprehensionsunterricht mit Schülern der Klassen 8 bis 10. Tübingen: Narr (= Gießener Beiträge zur Fremdsprachendidaktik). ISBN 3823365312. 576 Seiten, 55,00    Euro.

in: Zeitschrift für interkulturellen  Fremdsprachenunterricht, 16 (2011) 2, 222-226 (online; Zeitschriftenaufsatz)

Beitrag in Sammelwerk:
Zuhören lernen

In: Pabst-Weinschenk, Marita (Hrsg.):  Anwendungsfelder kooperativer Rhetorik. Beiträge der Sprechkontakte in memoriam Elmar Bartsch. Alpen: Pabst Press (2011) S. 66-79,  ISBN: 978-3-941238-16-9

Zuhören ist ein hochkomplexer und kooperativer Prozess, bei dem Vergleichsprozesse in Gang gesetzt werden. Hörmuster sind ebenso erlernt wie Sprechmuster. In der Mediation sieht Bartsch eine Chance, gemeinsam neue Zeichen, sowohl formal als auch inhaltlich zu entwickeln, damit die Verständigung gelingt.

 

Beitrag in Fachzeitschrift:
Auditive Wahrnehmungsförderung und ihre Bedeutung für die Schriftsprachaneignung mehrsprachiger Schüler

In: Die Sprachheilarbeit, 5/6,  275-281, 2011

Damit mehrsprachige Kinder sich die Strukturen der deutschen Schriftsprache aneignen können, wird hier eine spezielle Unterweisung vorgeschlagen. Mit ihr sollen erwartbare Schwierigkeiten, die sich aus den sprachstrukturellen Unterschieden der Ausgangssprachen der Kinder ergeben, entgegnet werden. An Beispielen wird gezeigt, wie die Übungen in eine umfassende sprachliche Förderung integriert werden können. Die hier gezeigten Lernprinzi­pien können auch für mono­linguale Kinder mit phonologischen Differenzierungsschwächen hilfreich sein.

 

Beitrag in Fachzeitschrift:
Wir bauen eine Brücke – Experimente mit Papier

In: Frühes Deutsch,  Fachzeitschrift für Deutsch als Fremd- und Zweitsprache, Heft 22, 20. Jahrg. April 2011, Goethe-Institut: Klett

Handlungsorientierte Arbeitsformen wie die aktive Umwelterkundung sind im Hinblick auf mehrsprachige Schüler bedeutsam, denn sie erlauben eine unmittelbare Anschauung. Konkrete Objekte dienen dem spielerischen und dem praktisch-konstruktiven Handeln und sind dabei Ausgangspunkt für kommunikatives Handeln und sprachliche Bildung.

Beitrag in Sammelwerk:
Sprecherziehung in der Ausbildung von Lehramtsanwärterinnen und Lehr­amtsanwärtern

 

In: Pabst-Weinschenk (Hrsg:) (2011): Handbuch Sprechwissenschaft und Sprecherziehung, München: Ernst Reinhardt, UTB, 323 – 325, (aktualisierte Fassung aus 1. Aufl. 2004)

Durch ihre Unmittelbarkeit ermöglicht die Stimme eine lebendige Auseinandersetzung und eine aktuelle und differenzierte Steuerung des schulischen Lernprozesses. Hier wird aufgezeigt, wie im Rahmen der zweiten Phase der Lehrerausbildung geeignete Situationen geschaffen werden, um zukünftige Lehrer und Lehrerinnen zu befähigen, ihre Stimme angemessen als Medium zu verwenden und sie gesund zu erhalten. Allgemeingültige Lernhinweise zur Professionalisierung des sprachlichen Austauschs, wie Wohlspannung, Stimmgebung, Artikulation, Modulation und Sicherung des Hörverstehens können Bestandteile aller Unterrichtsfächer und Fachbereiche sein und bei Bedarf zusätzlich individuell nach Unterrichtsbesuchen angesprochen werden. Da Stimme aber als sehr ich-nah erlebt wird, kann es hilfreich sein, eine persönliche Beratung von den beurteilungsrelevanten Unterrichtsbesuchen abzukoppeln. Als Alternative kann eine tiefer­gehende Beratung mit frei zu wählenden Fachleitern oder logopädisch geschulten Fachleuten durchgeführt werden. Eine Kooperation mit Studierenden der Sprecherziehung wird hier als eine gangbare Alternative vorgestellt.

-       Stimme als Medium, Schaffen günstiger Ausgangssituationen

-       Wohlspannung, Modulation, Artikulation

-       Sicherung des Hörverstehens durch Verbesserung der Wahrnehmung und der Aufmerksam­keit

-       Abkopplung von Beurteilung und Beratung

-       Kooperation mit Sprecherziehern/Logopäden

Beitrag in Fachzeitschrift:
Diagnostik bei Mehrsprachigkeit.

 

In: mitSprache (Österreichische Gesellschaft für Sprachheilpädagogik), Nr. 2/2010, 42. Jahrgang, 7-28

Die kommunikativen Fähigkeiten mehrsprachiger Kinder zu erfassenist ein hochkomplexer Pro­zess, der nicht mit einer Sprachstandsmessung zu erfassen ist. Aktuelle wissenschaftliche Forschungen begleiten die Sprachentwicklung mehrsprachiger Kin­der als Prozess.Wenn es gelingt, die impliziten Kenntnisse der sprachlichen Vorgänge mehr­sprachiger Kinder zu erhellen (vgl. FRANCESCHINI, 2009), können ihre Kompetenzen besser eingeschätzt werden. Dies ist entscheidend für eine Förderung, die an der „Stufe der nächsten Entwicklung“ ansetzen muss. Dazu ist eine begleitende Beobachtung unabdingbar. Es besteht Aussicht auf die Entwicklung eines wissenschaftlich fundierten, reliabelen und gut zu handhabenden Diagnoseverfahrens, das ErzieherInnen und PädagogInnen das Rüstzeug bietet, diese „Meilen­steine“ zu erkennen. Es wird empfohlen, die Förderung nicht losgelöst stattfinden zu lassen, son­dern sie in den Kindergarten- und Schulalltag einzubetten. Im Editorial der o. gen. Zeitschrift schreibt die Herausgeberin Christine Merhaut: „Sie (Zellerhoff) schreibt unter anderem, dass es für mehrsprachige Kinder sehr wichtig ist, dass ihre Umgebung die Zweitsprachigkeit wertschätzt.“ (4f).

-       Sprachfähigkeit

-       grammatische Strukturprinzipien

-       Sprachentwicklung

-       Entwicklung der Mehrsprachigkeit

-       Persönlichkeitsentwicklung

-       Kommunikative Kompetenz

-       Diagnoseverfahren

-       ressourcenorientierte Förderung

 

Beitrag in Fachzeitschrift:
Didaktik der Mehrsprachigkeit in Unterricht und Therapie.

In:  L.O.G.O.S INTERDISZIPLINÄR, 1/2010, 30-34

Das Recht der Kinder auf Mehrsprachigkeit ist in der Kinderrechtskonvention der Vereinten Na­tionen verankert (vgl. United Nations 1998). Hier wird ein Perspektivwechsel in der Bewertung von Multilingualismus aufgezeigt, der zu neuen Wegen in der sprachlichen Bildung mehrspra­chiger Kinder führt. Dabei erweist sich die Förderung der lebensweltlich bedeutsamen Sprachen vor dem kulturellen Hintergrund mehrsprachiger Kinder als Herausforderung. Es werden ermuti­gende Entwicklungen, wie die Zunahme von Europaschulen vorgestellt. Um die sprachtherapeu­tische Förderung mehrsprachiger Kinder zu gewährleisten, werden zukunftsweisende Ausbil­dungsperspektiven vorgestellt.

-       Migration

-       Didaktik

-       Mehrsprachigkeit

-       sprachliche Bildung

-       Europaschulen

 

 

Beitrag aus Fachzeitschrift:
Didaktik der Mehrsprachigkeit in Unterricht und Therapie.

In:  L.O.G.O.S INTERDISZIPLINÄR, 1/2010, 30-34

Das Recht der Kinder auf Mehrsprachigkeit ist in der Kinderrechtskonvention der Vereinten Na­tionen verankert (vgl. United Nations 1998). Hier wird ein Perspektivwechsel in der Bewertung von Multilingualismus aufgezeigt, der zu neuen Wegen in der sprachlichen Bildung mehrspra­chiger Kinder führt. Dabei erweist sich die Förderung der lebensweltlich bedeutsamen Sprachen vor dem kulturellen Hintergrund mehrsprachiger Kinder als Herausforderung. Es werden ermuti­gende Entwicklungen, wie die Zunahme von Europaschulen vorgestellt. Um die sprachtherapeu­tische Förderung mehrsprachiger Kinder zu gewährleisten, werden zukunftsweisende Ausbil­dungsperspektiven vorgestellt.

-       Migration

-       Didaktik

-       Mehrsprachigkeit

-       sprachliche Bildung

-       Europaschulen

Monographie:
Didaktik der Mehrsprachigkeit

Didaktische Konzepte zur Förderung der Mehrsprachigkeit bei Kindern und Jugendlichen. Schulformübergreifende Konzepte unter besonderer Berücksichtigung des Förderschwerpunktes Sprache, (2009) Frankfurt/M.: Peter Lang, ISBN: 978-3-631-58569-6

Die Mehrsprachigkeit der Schüler ist eine Chance, wenn es gelingt alle ihre Sprachen auf einem hohen Niveau zu fördern. Perspektive dieses Buches ist die Konzeption einer schulformübergrei­fenden Didaktik der Mehrsprachigkeit, Dazu werden neueste didaktische Ansätze zur mehrspra­chigen Bildung vorgestellt sowie relevante Erkenntnisse aus der Psychologie, der Linguistik und aus den vergleichenden Sprachwissenschaften integriert. Neue förderdiagnostische Konzeptio­nen und pädagogisch-therapeutische Prozesse der Sprachheilpädagogik und die aktuellen didak­tischen Weiterentwicklungen systemischer und reformpädagogischer Konzeptionen werden adaptiert, um der Dynamik und Vielfalt der sprachlichen Bildung mehrsprachiger Schüler ge­recht zu werden. Didaktisch differenzierte Entscheidungen sind anschaulich mit methodischen Beispielen  aus der langjährigen Tätigkeit der Autorin in Schule, Hochschule und Studiensemi­nar belegt. ((Inhaltsverzeichnis vgl. UB Düsseldorf oder Frankfurt))

Rezensiert von:

Dipl. Logopädin U. Hild (Univ. Nijmegen). In: Forum Logopädie 5/2009. S.71 (abrufbar)

Prof. Dr. E. Ockel (Vechta) in: Muttersprache 2/2010, 152

Dr. R. Bahr, Schulleiter FöSchule Sprache in Essen. In: Die Sprachheilarbeit 3/2010 , 151f

Link zum Verlag:

Peter Lang, Frankfurt /  New York

Beitrag in Sammelwerk:
Handlungsorientierung als Hilfe zum Verständnis komplexer Zusam­menhänge.

 

In: Kolberg, T. (Hrsg.): Sprachtherapeutische Förderung im Unterricht, Stuttgart: Kohlhammer, 82-103 (Anlässlich der Emeritierung von Prof. Dr. Otto Braun, Humboldt-Universität zu Berlin)

vgl. den Ausschnitt aus der Rezension von Prof. Dr. Elmar Bartsch, der in der Sprachheilar­beit (dgs), 4/2010, 199-201 erschienen ist:

Frau Zellerhoff (…) entwickelte unterrichtliche Methoden in allen linguistischen Aspekten von Pragmatik, Semantik und Lexik, Morphologie und Syntax. Unter 1) „Sprachtherapeutischer Unterricht“ plädiert sie (mit O. Braun) für Flexibilität gegen­über den Stoffplänen. Hier zeigt sich bereits, dass die Einordnung ihres Artikels in die Abteilung „IV Kognitionstheoretische Konzepte“ nur teilweise berechtigt ist. Zwar ist der kognitive Zugriff immer gegenwärtig, das Hauptgewicht liegt jedoch auf der Handlungsorientierung. 2) Auf der Basis einer Handlungstheorie von 1983, die mit Bruner vom enaktiven Erleben über das ikonische „Bilden“ zum symbolischen Denken führt, sieht sie den maßgebenden didakti­schen Prozess. So können Kinder gegenüber den Handlungsmustern der Erwachsenen auch ei­gene Bedeutungsmuster gewinnen und aktivieren. So brauche 3) jede Schule für Sprachbehin­derte einen weiten Spielraum für die Differen­zialdiagnostik und die kompensatorische Entfal­tung von Fähigkeitspotenzialen. Unter 4) „Qualitätskriterien für den sprachtherapeutischen Un­terricht“ zeigt Frau Zellerhoff die Bedeutung des kommunikativen Unterrichts. Bei 5) „Didakti­schen Entscheidungen“ wird deutlich, dass im jahrgangsübergreifender Unterricht die Wiede­raufnahme von Gelerntem wichtig bleibt (Spiralcurriculum). Unter 6) zeigt sie nun an verschie­denen Klassen – 1, 2, 3, 4-6 – konkrete Beispiele für Hand­lungsschritte und ihre therapeutische Wirkung. Dieser Teil S. 85-102 ist von hohem informati­vem didaktischem Wert. U. a. werden beim Basteln Sprachbarrieren zwischen behinderten Schülern und Senioren verdeutlicht. Bei „Spielzeug ist kein Werkzeug“ S. 90-93. zeigt Zellerhoff, wie Bedeutung aus dem „Weltwissen der Kinder“ (Szagun) abzu­leiten ist. Ein Projekt „Unser SCHUL-SPIEL-HOF “ S.93-97 erfor­derte kooperative Handlungsformen, den korrekten Einsatz sprachlicher Vergleiche und das Ein­gehen auf Partner-Perspektiven. Der Aufsatz von Frau Zellerhoff verbindet eine klare Konzep­tion handlungsorientierter Sprach­heilpädagogik mit sehr konkreten, persönlichen Darstellungen.”

-       Sprachtherapeutischer Unterricht (nach Otto Braun)

-       kommunikativ – pragmatische Förderung durch Handlungsorientierung

-       Veranschaulichung komplexer Zusammenhänge

Beitrag in Sammelwerk:
Hilfen zur Aneignung der deutschen Sprache für mehrsprachige Kinder.

In: Kolberg, T.; Otto, K.; Wahn, C. (2002): Phänomen Sprache: Laut- und Schriftsprachstörungen unter veränderten Kommunikationsbedingungen. Bericht der XXV. dgs – Kongress vom 3.-5. Oktober in Halle an der Saale, 603 -632

Die Relevanz der Primärsprache für die sprachliche und intellektuelle Entwicklung der Kinder wird betont. Auf pragmatischer Ebene dient die Primärsprache dem Auf- und Ausbau sprachli­cher Handlungskompetenz. Sie gewinnt eine besondere Bedeutung für die Persönlichkeitsent­wicklung als Ausdrucksmittel zur Darstellung der Identität.

Mit der Akzeptanz der sprachlichen Vielfalt kann die Mehrsprachigkeit auch für monolinguale Kinder nutzbar gemacht werden, denn durch Sprachvergleiche können Gemeinsamkeiten erfah­ren und Strukturprinzipien bewusst wahrgenommen werden. Die linguistische Aufmerksamkeit wird geschult und die linguistische Diversität verdeutlicht. Multikulturelle Texte zeigen die kul­turelle Vielfalt auf. Die Förderung der Mehrsprachigkeit wird an konkreten Beispielen in der Schule mit primär tür­kischsprechenden und in der ambulanter Therapie und mit primär polnischsprechenden Kindern aufgezeigt. Hier wird im Sinne des sprachtherapeutischen Unterrichts nach Otto Braun ein handlungs- und erfahrungsoffener Unterricht beschrieben, der die Schüler zu kommunikati­vem Austausch befähigt. Unter Berücksichtigung der Entwicklungsstufen nach Bruner können die Schüler die ihnen gemäße Abstraktionsstufe wählen, ausgehend von konkretem Tun über die symbolische Repräsentation bis zur Abstraktion. Dem Schriftspracherwerb wird hier eine beson­dere Bedeutung zugemessen, ist er doch als Voraussetzung für die „kognitiv-akademischen Fä­higkeiten“ (Fthenakis u. a. 1985) von hoher Bedeutung für den Bildungserfolg aller Kinder.

-       Förderung der Mehrsprachigkeit

-       Bedeutung der Primärsprache

-       mehrsprachige Kinder mit besonderem sprachlichem Förderbedarf

-       sprachtherapeutischer Unterricht nach Otto Braun

-       schulische Therapie mit Kindern, die primärsprachlich türkisch aufgewachsen sind

-       ambulante Therapie mit Kindern, die primärsprachlich polnisch aufgewachsen sind

Beitrag in Sammelwerk:
Zuhören Lernen.

In: Lemke, S. (Hrsg.) (2001): Sprechwissenschaft­ler/in und Sprecherzieher/in. Eignung und Qualifikation, München, Basel: E. Reinhardt Verlag, 123-127 (Sprache und Sprechen Bd. 39)

Stille zu erfahren, zur Ruhe zu kommen und zu lauschen sind wichtige Voraussetzungen um zuhö­ren zu können. Kinder brauchen eine erzieherische Anleitung um zur Ruhe zu finden, oft genügen dazu minimale Impulse, freundliche Gesten oder aufmunternde Blicke. Auditiv wahr­nehmungsgestörte Kinder haben manchmal Schwierigkeiten, Stille auszuhalten. Ihnen kann durch aktive Stilleübungen, wie z.B. durch die Stilleübungen nach Montessori geholfen werden. Durch einfühlendes Verstehen und Zeichen der Bereitschaft (Türöffner) erfährt der Partner die nö­tige Zuwendung, denn um zuhören zu lernen, ist die Erfahrung wichtig, dass einem selbst auch zugehört wird. Signale wie Feedback, Aktives Zuhören (im Sinne Carl Rogers) und Prozesse der wechselseitigen Selbstakzentuierung (im Sinne Ruth Cohns) können zur Sicherung der Verstän­digung beitragen. Schon in der Schule können Jugendliche diese Fähigkeiten in Mediati­ons­programmen lernen.

-       zur Ruhe kommen, Zuhören lernen

-        Stille aushalten, aktive Stilleübungen

-       Zeichen der Zuwendung: Feedback, Aktives Zuhören, Mediation

Beitrag in Fachzeitschrift:
Fonetische und phonolgische Aspekte des Schriftspracherwerbs

 

… Denn ohne ach hat mein Haus kein Dach“ – Fonetische und pho­no­logische Aspekte des Schriftspracherwerbs unter besonderer Berück­sichti­gung von Mehrsprachigkeit. In: L:O:G:O:S: Interdisziplinär, 9, Ausg. 2,   84 -93

Um sich die Schriftsprache anzueignen, bedarf es einer analytischen Haltung gegenüber der Sprache, die nicht bei allen Kindern vorausgesetzt werden kann. Sicher gibt es Kinder, die sich die Schriftsprache en passant aneignen. Bei ihnen genügt das Interesse des Lehrers, der ihre richtigen Hypothesen zur Verschriftlichung bestätigt. Doch das Erlernen der deutschen Schrift­sprache ist recht komplex und viele Kinder, zumal solche, die in den sprachtragenden Prozessen beeinträchtigt sind, benötigen besonders organisierte Hilfen. Das Wissen um die fonetisch-pho­nologischen Aspekte ist eine wichtige Voraussetzung für adäquate Hilfestellungen. Sprachver­gleiche können gewinnbringend für den Schriftspracherwerb mehrsprachiger Schüler sowie für die linguistische Aufmerksamkeit aller Schüler genutzt werden.

-       phonologische Beziehung von Sprachsystem und Schrift

-       Prinzipien der Verschriftlichung

-       Kritik an lautorientierten Lernprozessen

-       linguistische Aufmerksamkeit

-       strukturierte Hilfen, z.B. situativ bedeutsame auditive Differenzierung

 

 

Beitrag in Sammelwerk:
Stottern aus der Sicht einer Lehrerin.

In: Grohnfeldt, M. (Hrsg.) (1992): Störungen der Redefähigkeit. Handbuch der Sprachtherapie Band 5, Ber­lin: Edition Marhold, ISBN: 3-89166-444-3, 192 -205

Um zu einer mehrperspektivischen Sicht des Phänomens Stottern zu kommen, bedarf es einer le­bendige Auseinandersetzung mit unterschiedlichen Theorien über die Genese, das Andauern und die Behandlung des Stotterns. In der praktischen Arbeit an einer Schule für Sprachbehinderte erwies sich der Austausch zwischen Kollegen, die Zusammenarbeit mit Eltern, Psychologen, Sozialarbeitern und Grundschulpädagogen als hilfreich. Eine wesentliche Vorraussetzung für die Rehabilitation war jedoch die Annahme des Kindes in seinem So-Sein. Unabhängig von der Primärsymptomatik fanden nicht nur die weiteren sprachlichen, sondern auch die sozialen und kognitiven Fähigkeiten der Kinder Beachtung. An einem Fallbeispiel wird die handlungsorientierte Therapie nach Bartsch vorgestellt, jedoch nicht losgelöst als Einzeltherapie, sondern im Kontext der sozialen Beziehungen des Kindes, das schließlich in die Grundschule reintegriert werden konnte.

-       handlungsorientierte Therapie das Stotterns – Fallbeispiel

-       prosoziale Einstellung der Schülergruppe als „immanente Therapie“

-       Zusammenarbeit mit Eltern

-       Kooperation mit der Grundschule – Rückschulung

Beitrag in Sammelwerk:
Sprachliche Abweichungen bei mehrsprachigen Schülern – erwartbare Schwierigkeiten oder Störungen?

In: Vorderwüllbecke, K. für den FaDaF (Hrsg.) (1992): Phonetik, Ausspracheschulung und Sprecherziehung im Bereich Deutsch als Fremdsprache, 157 -163, (Fachtagung Sept. 1990 in Regensburg): Kuns-Verlag, Aachen

Bei der Diagnose der sprachlichen Fähigkeiten mehrsprachiger Schüler reicht eine monolinguale Betrachtungsweise nicht aus. Vielmehr kommen die folgenden Aspekte in den Fokus:

-       in welchem Alter wurde das Kind mit weiteren Sprachen konfrontiert

-       wurden die Sprachen parallel oder sukzessiv dargeboten

-       hatten sie unmittelbare Bedeutung für die Lebenssituation des Kindes

-       war das Sprachenangebot ausreichend

-       gibt es sprachstrukturelle oder semantische Ähnlichkeiten zwischen den angebotenen Spra­chen?

Um die Sprachentwicklung in den Primärsprachen des Kindes einzuschätzen, ist die Zusammen­arbeit mir den Eltern hilfreich. Eine Kooperation mit Diagnostikern in den Primärsprachen der Schüler ist wünschenswert.

-       Diagnostik bei Mehrsprachigkeit

-       Störung oder Abweichung

-       Redehemmungen

-       Phonetik und Phonologie

-       vergleichende Linguistik

Beitrag in Sammelwerk:
Handlungsorientierung in Unterricht und Therapie der Schule für Sprachbehinderte.

In: Pabst-Weinschenk, M.; Lüschow, F. (Hrsg.) (1991): Mündliche Kommu­nikation als kooperativer Prozeß, Frankfurt/M.: Peter Lang, 96 – 103, (Elmar Bartsch zum 60. Geburtstag gewidmet)

Es ist offensichtlich, dass viele unserer Kinder an einem erheblichen Aktivitätsverlust leiden und dadurch in der Entfaltung ihrer Persönlichkeit erheblich beeinträchtigt sind. In diesem Aufsatz wird der handlungsorientierte Therapieansatz nach Bartsch vorgestellt, der sich auf die russische Schule der Sprachpsychologie bezieht. Hier wird an Beispielen aus der Schule für Sprachbehin­derte die praktische Umsetzbarkeit dieses Ansatzes in Unterricht und Therapie mit Elementen der Montessoripädagogik, der Wahrnehmungsintegration in „Problemlösenden Geschehnissen“ nach Affolter und der Arbeit in Projekten gezeigt.

-       Handlungsorientierter Therapieansatz (Elmar Bartsch)

-       Aneignungstheorie (Leont´ev)

-       „Hilf mir es selbst zu tun“ (Montessori)

-       Problemlösende Altersgeschehnisse“ (Affolter)

-       Arbeit in Projekten

Beitrag in Sammelwerk:
Förderung des Selbstkonzeptes durch Metakommunikation

„… das kann ja jedem `mal passieren“ – Ein Beitrag zur Selbstverwirkli­chung eines verhaltensauffälligen, sprachbehinderten Schülers mit Hilfe metakommunikativen Verhaltens. In: Kluge K.- J., Sievert, U. (Hrsg.) (1990): Lernen als Dialog, Band II, Teil A, München: Minerva Publikation 95 -272, ( 1. Staatsarbeit, Universität zu Köln, Sondererziehung und Reha­bilitation der Erziehungsschwierigen, Lehrstuhl Prof. Dr. K.- J. Kluge)

Es wird gezeigt, wie in einem gesprächstherapeutischen Prozess das Selbstkonzept eines vielfach verunsicherten Jungen aufgerichtet werden konnte. Durch Aktives Zuhören in Sinne Rogers wurde das Vertrauen in die Selbstaktualisierungstendenz des Kindes seitens aller Beteiligten gestärkt. Hierzu trugen auch die Gespräche mit den Eltern bei, die zunächst durch zu hohe Er­wartungshaltungen das selbstakzeptierende Verhalten des Kindes blockierten. Beachtenswert waren die Toleranz und das Verständnis, mit der die Klassenkameraden auffälli­ges Verhalten des Jungen ertrugen. Lehrer können hier Modell für eine emo­tional tragfähige Klassenatmosphäre sein, indem sie aufmerksam zuhören, Aufnahme­bereitschaft zei­gen und signalisieren, Feedback geben und durch Aktives Zuhören die Aussagen der Ge­sprächs­partner in deren Sinne verstehen und spiegeln. Wie die erziehungstherapeutische Arbeit zu selbsakzeptierendem und sozialisier­ten Verhalten bei­tragen konnte, wurde an der konkreten Fallgeschichte des Jungen mit einer wechselvollen Lebensgeschichte gezeigt. Die Leitlinien, die Rogers in seinem Buch „Erziehung in Freiheit“ aufgestellt hat, waren dabei bestimmend.

-        Selbstaktualisierung

-       Sprachverweigerung

-       „Umzug tut weh“ (Gerber, Gisela)

-       nondirektive Gesprächstherapie  (Rogers, C. R)

Beitrag in Sammelwerk:
Innere Differenzierung in der Eingangsklasse der Schule für Sprachbehinderte

In: Kongressbericht: Sonderpädagogik vor Ort, Düsseldorf, 26.05.88, Hrsg.: vds Landesverband NW, Düsseldorf 4/88, 150-154

Nach Montessori will sich jedes Kind weiterentwickeln, wenn es nur die geeigneten Mittel und ausreichend Zeit zur Verfügung hat. In dem Beitrag werden vor allem Mittel zur Förderung der Wahrnehmung und der Koordination von Wahrnehmungsleistungen vorgestellt. Beispielhaft wird eine vorbereitete Umgebung aufgezeigt, in der die Schüler die taktil-kinästhetische Wahr­neh­mung, die visuelle Wahrnehmung und die visuomotorische Koordination sowie die auditive Wahrnehmung erproben können. Im sozialen Miteinander des täglichen Lebens werden integra­tiver Wahrnehmungsleistungen gefördert. Damit Kinder ihre Lernprozesse weitgehend selbstän­dig planen und gestalten können, benötigen sie Freiraum zum kommunikativen Austausch. Letztlich müssen sie sich aber von der Anschauung lösen, um zur Abstraktion zu gelangen. Das Interagie­ren in Paaren oder kleinen Gruppen kommt besonders Kindern mit Störungen des Rede­flusses oder sprechängstlichen Kindern zu gute.

-       Förderschule Sprache

-       Eingangsklasse

-       Innere Differenzierung

-       Freie Arbeit

-       Wahrnehmungsförderung

-       Abstraktion